Hast du schon einmal am Tisch gestanden, deinen Einsatz platziert und dich gefragt: „Was bekomme ich eigentlich zurück, wenn die Kugel auf meiner Zahl landet?“ Ohne das Wissen über die spezifischen Auszahlungsquoten beim Roulette kannst du deinen potenziellen Gewinn nicht seriös einschätzen. Viele Spieler verlassen sich auf ihr Bauchgefühl – ein teurer Fehler. Roulette ist ein Spiel der Mathematik, und wer die Auszahlung berechnen kann, spielt nicht nur strukturierter, sondern weiß auch genau, welche Risiken er eingeht.
Die Grundformel: Wie Roulette Gewinne berechnet werden
Im Kern ist die Berechnung der Roulette Auszahlung denkbar einfach, aber sie erfordert das Verständnis eines zentralen Konzepts: der Quote. Die Formel lautet schlicht: Einsatz × Quote = Reingewinn. Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen dem Reingewinn (Profit) und dem, was tatsächlich auf deinem Konto landet. Denn ausgezahlt wird immer der Gewinn plus dein ursprünglicher Einsatz.
Ein Beispiel: Du setzt 10€ auf eine einzelne Zahl (Straight Up). Die Quote beträgt 35:1. Dein Reingewinn ist 10€ × 35 = 350€. Am Ende hast du also 360€ auf dem Konto (350€ Gewinn + 10€ Einsatz). Wer diese Basics verinnerlicht hat, kann jeden beliebigen Einsatz im Kopf durchrechnen und vermeidet Enttäuschungen an der Kasse.
Roulette Quoten und Wahrscheinlichkeiten im Überblick
Um die Auszahlung korrekt zu berechnen, musst du wissen, welche Quote zu welcher Wette gehört. Die Quoten sind fix und ändern sich nicht, egal ob du im Vulkan Vegas, im Energy Casino oder in einer lokalen Spielbank spielst. Sie hängen einzig und allein von der Wahrscheinlichkeit ab, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt.
Einfache Chancen und deren Auszahlung
Die sogenannten einfachen Chancen sind der sicherste Hafen für konservative Spieler. Hier wettest du auf fast die Hälfte der Zahlen – Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade oder Hoch/Tief. Da die Gewinnwahrscheinlichkeit bei fast 50% liegt (die grüne Null stört die Statistik), ist die Quote bescheiden: 1:1. Du verdoppelst deinen Einsatz im Gewinnfall. Setzt du 20€ auf Rot und es kommt Rot, bekommst du 40€ zurück (20€ Gewinn + 20€ Einsatz).
Mehr-Chancen: Dutzend und Kolonnen
Etwas mehr Risiko bringt eine höhere Belohnung. Die Wetten auf ein Dutzend (1-12, 13-24, 25-36) oder eine Kolonne (vertikale Spalten auf dem Tableau) decken jeweils 12 Zahlen ab. Die Quote liegt hier bei 2:1. Ein Einsatz von 15€ bringt dir im Gewinnfall 45€ zurück (30€ Profit + 15€ Einsatz). Das ist der ideale Bereich für Spieler, die das Risiko moderat halten, aber höhere Gewinne anpeilen als bei den einfachen Chancen.
Innerhalb Wetten: Die hohen Quoten
Wer den Nervenkitzel sucht, setzt auf die Innenwetten (Inside Bets). Hier sind die Quoten am höchsten, die Wahrscheinlichkeiten aber am geringsten. Die „Straight Up“ Wette auf eine einzelne Zahl bringt die berühmte Quote von 35:1. Weitere wichtige Quoten sind Split (zwei Zahlen, 17:1), Street (drei Zahlen, 11:1), Corner (vier Zahlen, 8:1) und Six Line (sechs Zahlen, 5:1). Wer beispielsweise 5€ auf einen Split setzt, gewinnt 5€ × 17 = 85€ Reingewinn.
| Wettart | Anzahl Zahlen | Quote | Gewinn bei 10€ Einsatz |
|---|---|---|---|
| Straight Up | 1 | 35:1 | 350€ + 10€ Einsatz |
| Split | 2 | 17:1 | 170€ + 10€ Einsatz |
| Street | 3 | 11:1 | 110€ + 10€ Einsatz |
| Corner | 4 | 8:1 | 80€ + 10€ Einsatz |
| Dutzend / Kolonne | 12 | 2:1 | 20€ + 10€ Einsatz |
| Einfache Chance | 18 | 1:1 | 10€ + 10€ Einsatz |
Der entscheidende Faktor: Die Null und der Hausvorteil
Warum gewinnt das Casino langfristig immer? Die Antwort liegt in der grünen Null. Sie ist weder rot noch schwarz, weder gerade noch ungerade. Wenn die Null fällt, verlieren alle Wetten auf einfache Chancen – es sei denn, eine spezielle Regel greift. Im europäischen Roulette gibt es oft die „En Prison“-Regel oder „La Partage“. Bei La Partage bekommst du die Hälfte deines Einsatzes auf einfache Chancen zurück, wenn die Null fällt. Das senkt den Hausvorteil von 2,7% auf 1,35%.
Beim amerikanischen Roulette mit Doppel-Null (00) steigt der Hausvorteil auf 5,26%. Für die Berechnung deiner Gewinne ändert sich die Quote zwar nicht, aber deine langfristige Gewinnwahrscheinlichkeit sinkt drastisch. Profis meiden daher Tische mit Doppel-Null, wo immer es möglich ist.
Die Berechnung bei Kombinationswetten
Viele fortgeschrittene Spieler setzen nicht nur auf ein Feld, sondern decken mit mehreren Jetons verschiedene Bereiche ab. Wie berechnet man da den Gewinn? Ganz einfach: Du berechnest jeden Einsatz separat und addierst am Ende die Ergebnisse. Ein klassisches Beispiel sind neun Jetons auf ein „Small Series“-Sektor. Hier werden verschiedene Splits und Streets abgedeckt. Fällt eine Zahl in diesem Sektor, gewinnst du bei einem der platzierten Jetons, die anderen sind verloren. Die Netto-Auszahlung ist bei korrekter Platzierung immer gleich, unabhängig davon, welche Zahl des Sektors fällt.
Call Bets und deren Abrechnung
„Tiers du Cylindre“, „Voisins du Zéro“, „Jeu Zéro“ – diese französischen Begriffe begegnen dir oft in Online Casinos wie GGBet oder Hell Spin oder auch am实名Tisch. Es handelt sich um Ansagewetten, die einen bestimmten Bereich des Kessels abdecken. Die Berechnung erfolgt automatisch durch die Software oder den Croupier. Aber zu verstehen, was dahintersteckt, hilft dir beim Bankroll-Management. Bei „Tiers“ setzt du sechs Einheiten auf zwölf Zahlen. Fällt eine davon, gewinnst du 17:1 auf einen Split minus der fünf verlorenen Einheiten. Netto: 12 Einheiten Gewinn. Die Quote ist also effektiv 2:1, ähnlich wie bei einem Dutzend, aber mit anderen Zahlen.
Bankroll-Management und Auszahlungsplanung
Wer die Auszahlung berechnen kann, plant besser. Ein verantwortungsvoller Spieler weiß vor dem Wurf genau, wie viel er maximal verlieren kann und wie viel er gewinnt, wenn sein Szenario aufgeht. Setze dir Limits. Wenn du mit 100€ startest und auf einfache Chancen spielst, verdoppelst du bei jedem Gewinn. Mit einer Martingale-Strategie (Verdoppeln nach Verlust) steigt das Risiko exponentiell an. Ein berechenbarer Ansatz ist, nur einen bestimmten Prozentsatz des Gewinns weiterzuspielen und den Rest zu sichern.
Ein realistisches Beispiel: Du spielst mit 50€ Bankroll auf Dutzende. Du setzt 5€ auf das erste Dutzend. Bei Gewinn hast du 15€ ausgezahlt bekommen. Du nimmst 5€ Profit zur Seite und spielst mit den verbleibenden 10€ weiter. So baust du langfristig ein Polster auf, ohne deine gesamte Bankroll zu riskieren.
FAQ
Wie viel gewinnt man bei 0 beim Roulette?
Die grüne Zero verhält sich wie jede andere Einzelzahl: Die Quote beträgt 35:1. Wer direkt auf die Null setzt, erhält bei Eintritt das 36-fache seines Einsatzes zurück. Alle anderen Wetten – mit Ausnahme spezieller Ansagewetten, die die Null abdecken – verlieren. Bei einfachen Chancen greift in vielen Casinos die La Partage Regel, bei der du die Hälfte des Einsatzes zurückerhältst.
Wie funktioniert die Auszahlung bei einem Split?
Bei einem Split setzt du einen Jeton auf die Linie zwischen zwei benachbarten Zahlen. Die Quote liegt bei 17:1. Fällt eine der beiden Zahlen, erhältst du das 18-fache deines Einsatzes ausgezahlt (17 Teile Gewinn + 1 Teil Einsatz). Fällt keine der beiden Zahlen, ist der Einsatz verloren.
Was ist der Unterschied zwischen Quote 35:1 und der Auszahlung 36-fach?
Die Quote 35:1 beschreibt den Reingewinn. Du gewinnst das 35-fache deines Einsatzes. Die Gesamtauszahlung, die auf deinem Konto landet, ist jedoch der Gewinn plus dein ursprünglicher Einsatz, also das 36-fache. Diese Unterscheidung ist wichtig, um dein tatsächliches Kapital nach der Runde korrekt zu berechnen.